Tipps für Anleger

Viele Anleger sind zurzeit sehr verunsichert.
Die folgenden Richtlinien können helfen, wenn Sie Geld anlegen möchten.
Diese Ratschläge sind aus unserer täglichen Arbeit mit geschädigten Anlegern entstanden.

Bankberater sind Verkäufer

Bankberater sind oft Verkäufer. Die Deutschen haben Bankberatern in der Vergangenheit leider viel zu viel Vertrauen entgegengebracht. Oft erhalten Bankberater Provisionen. Fragen Sie nach, wie viel Provision der Berater erhält. Natürlich gibt es trotz Provisionen auch ehrliche Berater, die die Interessen der Kunden in den Vordergrund stellen. Je höher der anzulegende Betrag, umso eher lohnt es sich, etwas Geld für einen unabhängigen Finanzberater auszugeben.

Immer mehrere Nächte darüber schlafen

Unterschreiben Sie nie etwas in dem ersten Gespräch. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Fordern Sie von dem Berater schriftliche, ausführliche Unterlagen, die sie mitnehmen können. Viele Risiken wird man bei genauer Lektüre am nächsten Tag entdecken und vermeiden.
Unterschreiben Sie nie etwas gleich im Beratungsgespräch!

Vergleichsangebote einholen

Es geht um Ihr, oft mühsam erspartes, Geld. Vergleichen Sie die Angebote, prüfen Sie das Kleingedruckte und holen Sie verschiedene Angebote ein. Es lohnt sich!

Zeugen beim Beratunsgespräch und Protokoll
Nehmen Sie einen Zeugen mit zu dem Beratungsgespräch. Machen Sie selbst ein Protokoll von dem Beratungsgespräch, dass der Zeuge dann bestätigen kann.Lesen Sie genau, bevor Sie ein vom Bankberater vorgelegtes Beratungsprotokoll unterschreiben. Nach unserer Erfahrung werden da oft Angaben „reingemogelt". Das Protokoll wird auf die Anlage und auf den Anleger entsprechend „hingebogen“ Unterschreiben Sie nichts, womit Sie nicht 100% einverstanden sind oder was Sie nicht vollständig verstanden haben.




Steuersparen
Unter dem Deckmantel des „Steuersparens“ wird häufig allerlei Unsinniges verkauft. Dass sich eine Anlage aus steuerlichen Gründen lohnt, ist die Ausnahme. Anleger sollten sich Im Zweifel an die maxime halten: Lieber Steuern zahlen als eine dubiose Anlage tätigen. Diese verspricht zwar Steuersparen, birgt aber oft erhebliche Risiken. Ein Standard-Beginn von zweifelhaften Beratungsgesprächen war die Feststellung: „Sie wollen doch sicher Steuernsparen...“
Unterstützung und Hilfe finden
Im Internet gibt es ein Portale, auf denen man unabhängige Finanzberater findet.Dennoch ist grundsätzlich Skepsis angesagt. Vergleichen Sie die angebotenen Produkte. Fragen Sie den Berater, ob und welche Provisionen er erhält und ob er vom Chef Vorgaben erhält. Viele Bankberater und Geldberater stehen unter erheblichem Verkausdruck und müssen täglich ihre Verkaufszahlen melden!

Wenn Sie Wertpapiere, Aktien oder Aktienfonds angeboten bekommen, können Sie sich selbst anhand von der ISIN-Nummer (International Security Identification Number) über das Angebot informieren. Investmentfonds bewertet die Ratingagentur Morningstar (www.morningstar.de).

Bewertungen für Zertifikate finden Anleger unter www.scope-zertifikate.de 

Im Internet findet man ein interessantes Quiz, bei man sein Anlagewissen testen kann:www.faz.net/anlagerquiz

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Risiko senken
Das Risiko ist geringer, wenn Sie Anlagen tätigen, die vom Einlagensicherungsfonds gedeckt sind. Eine Möglichkeit, das Risiko zu senken, ist die Verteilung auf verschiedene Anlagen und Anlageformen. Besonders vorsichtige Anleger verteilen Ihr Geld sogar auf mehrere Banken.
Anlageziele
Überlegen Sie sich vorher genau, welche Ziele habe ich, wofür spare ich? Wie lange kann das Geld gebunden sein? Wie wichtig ist mir Sicherheit? Je klarer Sie sind, umso weniger kann Ihnen etwas angedreht werden, was nicht zu Ihnen passt.
Die wichtigsten Fragen bei einer Anlage sind:
Was kann im schlechtesten Fall passieren und wie viel bekomme ich im günstigsten Fall?